letze Rennen der Saison

von Danja Haslacher

„Frühstücks-Desaster“ Morgens immer um 6 Uhr Tagwache, Frühstück gibt es hier in den Appartements im Zimmer, Brot wird am Morgen frisch bis vor die Zimmertür geliefert. Am ersten Morgen kamen sie zu spät, da durften wir in der Lobby noch schnell etwas mitnehmen. Am zweiten Tag wurde um halb 6 schon das ganze Haus mit klopfen und dann lautem Rufen „Zimmerservice“ aus dem Bett geworfen. Am 3ten Tag wurde dann nur mehr kurz geklopft und heute ging es stillschweigend über die Bühne. Solche Sachen wie Butter oder Cornflakes wurde von Zimmer zu Zimmer intern verschoben, so wies jeder gerne mag. Man hilft sich ja untereinander, sonst ist das Frühstück OK. Letzter RTL der Saison Als wir vor die Tür gingen, wehte uns schon ein warmes Lüftchen entgegen, so war es gut das schon so früh gestartet wurde. Der erste Start war um 8:30 und der zweite auf 10:45, so waren wir zu Mittag, wenn es richtig warm werden würde, fertig. Siegerehrung sollte es heute auch erst bei der Abendlichen Gala geben. Der erste Durchgang vom Britischen Trainer gesetzt, war sehr eng und bei den harten und eisigen Bedingungen nicht so leicht zu meisten. Ich hatte einen guten Start und auch im Steilhang kam ich relativ gut zurecht. Im Ziel dann die Überraschung, ich war auf dem 3ten Platz mit relativ großem Vorsprung zu Andrea Rothfuss gelandet. endlich Podest Der zweite Durchgang war dann ganz meiner, die Piste war schon etwas aufgegangen und nicht mehr ganz so hart, und die Abstände zwischen den Toren waren auch wieder normal. So attackierte ich voll und behielt den 3ten Platz und den Sicherheitsabstand zur 4t Platzierten. Überrascht und Glücklich, das es doch noch mit einem Podest-platz geklappt hat, und ich sicherte mir gleichzeitig den 2ten Platz der Gesamtwertung. Diese Siegerehrung gab es erst nach dem Morgigen Slalom doch ist es ein gutes Gefühl ohne Druck fahren zu können. Siegerehrung am Abend Am Abend fand dann der Galaabend und die Siegerehrung im Wachsraum statt. Dies hatte im Vorfeld schon für Unstimmigkeiten gesorgt, da sie die Schi und das ganze Material einfach in einem kleineren Raum umgeräumt hatten. Buffet nicht mein Geschmack Nach der Siegerehrung war dann ein Buffet das wie ich nachher so gehört habe, niemandem so richtig geschmeckt hatte. Einzelne waren von den Muscheln begeistert, aber der Rest bestand aus kaltem Schinken und Pizza. Dafür gab es den Wein gratis dazu, der wie ich fand ausgezeichnet schmeckte. Markus Salcher hatte den Sieg und ich den 2ten Platz im Gesamteuropacup schon in der Tasche, so konnten wir ruhig etwas länger sitzen bleiben. der Slalom Am Morgen war es wie schon in den letzten Tagen sehr warm und die Piste ebenfalls noch immer sehr glatt. Doch an diese Bedingungen hatte ich mich jetzt bereits gewohnt. Der erste Durchgang war sehr eng gesetzt, so war etwas Vorsicht geboten, einen Ausfall wollte ich trotz alledem nicht riskieren. Im Ziel stand dann der 3er auf der Tafel, knapp hinter mir hatte sich erstmals seit langer Zeit eine Konkurrentin aus Russland eingereiht, die 2zentel musste ich verteidigen. Die Piste beim zweiten Durchgang war schon wie gestern etwas griffiger, so legte ich schon vom Start an los. In den ersten 15 Toren hatte ich schon 3 Fehler, danach versuchte ich alles wieder gut zu machen. Im Ziel dann die Überraschung, ich hatte den Vorsprung auf die 4t Platzierte ausgebaut, so war ich am Ende des Rennens wie gestern auf dem 3ten Platz hinter Marie Bochet und Andrea Rothfuss gelandet. EC Gesamt 2ter Platz Gleich darauf fand beim dem gewohnten Restaurant die Siegerehrung für den Slalom statt, anschließend sofort die Gesamtwertung für den Europacup. Ich war hinter Melania Corradini auf dem 2ten Platz gelandet, hinter mir die Deutsche Andrea Rothfuss. Die Saison war überraschender Weise wirklich gut für mich gelaufen, ich habe zwar den Schisponsor verloren, doch der Rest hatte in der schweren Zeit des Unfalls zu mir gehalten. Hier gebührt Dank, ich hätte ja selbst nicht geglaubt, solche Erfolge zu feiern. Hindernisse bei der Abreise Nach der Siegerehrung der EC Teamwertung wollten wir so schnell wie möglich abreisen, unser Bus machten uns kurzfristig einen Strich durch die Rechnung. Die Batterie war zusammengefallen. Mit Hilfe der Franzosen und Deutschen fuhren wir dann doch Richtung Wachsraum und noch die Schi einladen zu können. Tja, ohne den Busmotor abzustellen suchten wir eine offene Tür, doch alle Türen waren verschlossen. Wie unser Cheftrainer dann doch hineingkommen ist, weiss ich nach wie vor nicht. Nach dem Einladen noch schnell ins Quartier und dann gings ab nach Hause.

Zurück