Österreichische Meisterschaft

von Danja Haslacher

Österreichische Meisterschaft

Im Vorfeld gab es immer die Hoffnung nach der Verletzung vom Oktober bei der Österreichischen Meisterschaft noch starten zu können. Nach den Komplikationen blieb dann nur mehr die Option wenigstens etwas frei Schifahren gehen zu können. Mein Dok aus der Uni Klinik nahm mir die Woche zuvor alle Hoffnung, es war noch nicht gut genug geheilt um wirklich das Bein so zu belasten.

Kurzentschlossen, da ich ja schon angemeldet war, fragte ich bei Fa. Praschberger an, ob an diesem Wochenende noch ein Monoschi in meiner Größe frei wäre. Die Anfänge hatte ich schon 3 Jahre zuvor beim D-Trainer gemacht, hier war es auch die Einzige Option auf die Schi zu kommen.

Heimlich ohne viel zu erzählen reiste ich so mit einem Monoschi an. Am ersten Renntag gab es dann bei vielen überraschte Gesichter, auch bei anderen Nationen die am Start waren, diese kannten mich ja auch nur „stehend“.

Sehr nervös trat ich meine insgesamt 2te Sesselliftfahrt an, Bravourös hinausgekommen, nur die Krückenschi sprang nicht auf. Stattdessen riss die Verankerung und ich hatte das Malheur, sie war kaputt und ich hatte keine Reserve dabei. Ein sitzender Kollege von mir lieh mir seine Reserve, diese war allerdings auf Rennlauf eingestellt und ziemlich kurz. Als ich dann endgültig zum Fahren kam, stand ich alleine am Gipfel und auch am Steilsten Stück auf der Piste in Innerkrems, und wusste nicht mehr ein noch aus. Es war doch schon knapp 4 Jahre her, und damals waren wir nie so steile Strecken gefahren. Mit viel Mut wagte ich es dann und war froh, als ich das geschafft hatte. Der Beginn war sicherlich mühsam, der eine oder anders Sturz kam auch vor, doch die Steigerung der Leistung war ziemlich gut.

Nach den ersten Fahrten bekam ich sofort Korrekturansagen meiner Schifahrerkollegen. Den Nachmittag verbrachte ich damit, die Infos zu hinterfragen und mir mein Können mit „Schule“ Fahrten zu verbessern. Am Abend passierte mir bei der letzten Fahrt, von der Hütte, noch ein Missgeschick. Ich Querte die Rennpiste, bekam einen Schlag und konnte so nicht mehr abbremsen, so fiel ich in ein Begrenzungsnetz. Da kein Mensch mehr auf der Piste war, machte ich es mir einfach und stieg einfach aus dem Monoschi aus, dies können die Rollstuhlfahrer natürlich nicht. Als ich fast fertig war hatten mich einige Leute von der Schihütte im Tal entdeckt und schickten mir zur Hilfe einen Schidoofahrer herauf.

Die folgenden 2 Tage waren noch sehr lernreich, ich hätte noch viele Möglichkeiten, bei dem Traumhaften Wetter die Piste und das Areal zu genießen. Ein doch noch wunderschöner Abschluss einer Verletztensaison. Ich war froh mich dieser Herausforderung gestellt zu haben.

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