Training in der Halle

von Danja Haslacher

Eine andere Ansicht oder das erste Training in der Halle

Mit der „anderen Ansicht“ meinte ich meine eigene Bodensicht, nicht nur das ich seit vielen Jahren wieder einmal perfekt ausgerüstet wurde, das ganze verdankte ich meinem neuen Sponsor HEAD. Ich war schon gespannt wie es mir mit dem neuen Slalomschi und den neuen Schützern von Komperdell gehen würde.

Los ging’s am Donnertag mit einer knapp 8 Stündigen Anfahrt, der Weg nach Hamburg zog sich gewaltig.  Der erste Trainingstag begann sehr gemütlich, die erste Trainingseinheit begann um 10 Uhr die 2te um 14 Uhr, je 2 Stunden. Am Vormittag begann ich mit einer kleinen Gruppe mit Techniktraining, ich hatte bis dato keine Schneetage gehabt, da das Chiletraining zu Zeitaufwendig für mich war. Am Nachmittag fuhren wir dann schon bei einem kurzen Lauf mit Stabis, bei der Glatteispiste benötigte ich wie die anderen Auch eine Eingewöhnungsphase.

Diese Piste war etwas steiler als die Strecke letztes Jahr in Holland, heuer war das Eis für mich mit den vielem Training und den Erfolgen im letzten Jahr kein so großes Problem mehr, es machte richtig Spaß. Nur sonst ging es mir gesundheitlich nicht so gut, nach dem Training war an Ausradeln nicht zu denken, ich war durch Medikamente die ich nehmen musste ziemlich kaputt. Besser als mit großen Zahnschmerzen hier gar nicht fahren zu können.

Am Samstag wieder dieselben Uhrzeiten, hier sperrte die Halle erst um 10m Uhr auf, nicht so wie in Landgraff, hier gab es um 5 Uhr früh schon Trainingseinheiten. Aber mir kam es nur recht, draußen schüttete es in Strömen, ein Vorteil wenn man in der Halle trainiert! Am Vormittag noch etwas vorsichtiger, aber am Nachmittag gab ich dann schon so richtig Gas. Ich war teilweise selbst überrascht, dass es so gut lief bei dem Eis. Ein Sturz am Kopf beim letzten Lauf lies mich wieder am Boden kommen, aber so schlimm war es nicht gewesen.

Am Sonntag waren die anderen schon frühmorgens eine Runde laufen gegangen, leider ist das nicht mehr möglich, obwohl ich ganz froh war ausschlafen zu können. Bei dem Stress der letzten Wochen tat das auch einmal gut. Nach kurzem Aufwärmen ging wieder auf die Piste, die ersten Läufe gelangen mir sehr gut, dann begann ich verschieden Techniken auszuprobieren, ich flog meistens schon irgendwo im Mittelteil raus. Ich musste einfach austesten wie weit ich gehen konnte.

Nach der 10en fahrt war Schluss und wir packten noch ein, gingen noch Mittagessen und dann wieder auf die lange Reise in die Heimat. Das Training hat sich ausgezahlt, solche Bedingungen findet man nirgends vor, und beim heurigen WM Hang kann man sich auf Schwierige einstellen.

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